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Abenteuer 1

Hab ja schon laenger nix mehr geschrieben, hauptsaechlich weil ich so viel zu tun hatte, ich versuchs wieder gut zu machen. Also...ich glaube es war vorletzten samstag, als ich mit mit Clement verabredet hatte und ihn besuchen wollte. Im Culture Center, wo ich ihn treffen wollte, sassen die ueblichen spielenden und schwatzenden Maenner herum und setzte mich hin um zu warten. Einer von ihnen erzaehlte mir dann er haette sich ein deutsches Auto gekauft, allerdings sei nach einem Batteriewechsel das Radio gesperrt, ob ich ihm da weiterhelfen koennte. Erst sollte ein Freund von ihm die Bedienungsanleitung zu ihm bringen, aber anscheinend kriegte er es nicht auf die Reihe. Dann fragte mich der Autobesitzer vorsichtig ob er mich vielleicht zu sich nach Hause fahren duerfte, da waere die Anleitung. Er sagte es wuerde nur 5-10 min dauern und obwohl mir klar war dass das hin reichen wuerde fuhr ich mit ihm. Wir kamen dann an einem Haus an in dem eine Hollaenderin zusammen mit einem Ghanaer wohnte. Sie konnte relativ gut deutsch und hatte den groessten Teil des Handbuchs schon entziffert, das Radio allerdings nicht in Gang bringen. Ich hab ihr ein paar Woerter erklaert und schliesslich einen Vermerk gefunden "Bedienung das Radios siehe beigelegte Radio-Bedienungsanleitung". Die in unserem Fall natuerlich nicht dabei sondern beim Automann zuhause war... Wir fuhren also nochmal los, diesmal zu seinem richtigen Haus und holten die Radioanleitung von dort. Auf dem Rueckweg hab ich dann das Radio wieder aktiviert und jetzt sind wir ganz tolle Freund und wenn ich mal irgendwen brauche um mich durch die Stadt zu kutschieren brauch ich ihn nur kurz anrufen...
15.10.07 10:56


Abenteuer 2

Clement hab ich ja schon im vorigen Artikel kurz erwaehnt, ich hab mich dann am naechsten Tag nochmal mit ihm getroffen weils am samstag natuerlich viel zu spaet war, auch weil ich noch ins Waisenhaus wollte(dazu an anderer Stelle mehr). Am Sonntag bin ich also bei ihm zuhause gewesen und wir haben uns viel unterhalten, ausserdem hat er mir ein bisschen Trommeln und Dagbani beigebracht... Er wurde in jungen Jahren von einem amerikanischen Missionar adoptiert und in dieser Familie aufgewachsen, eine Zeit lang auch in Santa Monica in den USA. Als er alt genug war ist er dann zurueckgekommen, erst da ist er religioes geworden und hat sich dann entschieden hier in Tamale in einer kleinen Huette zu wohnen. Er ist Journalist und Computerlehrer an einer Schule die von Joschua,einem Chineschen Missionar, der seit 21 Jahren hier ist aufgebaut wurde. An dieser Schule trifft sich auch ein Team, das den Flutopfern helfen will wo ich auch nen bisschen mitmache, auch dazu woanders mehr. Mit Clement  hab ich mich in letzter Zeit oefters getroffen, ist ein sehr schlauer und netter Kerl, hatte allerdings grosse Probleme mit meiner Unglaeubigkeit...wie die Ghanaer im allgemeinen ja auch, den meisten sage ich ich waere Christ. Jetzt fahr ich wieder mit meinem Fahrrad los um von ihm zu lernen wie man Dagbani schreibt, ich versuch bald den Rest zu erzaehlen fuer den ich heute keine Zeit habe...

15.10.07 11:10


Relief Team

Noch schnell was zur Hilfe fuer die Flutopfer: Es gibt ein paar Ghanaer die unter der Leitung von Joschua und Clement den Menschen helfen wollen die von der Flut betroffen sind. Johanna(Kurzzeitmissionarin dt. Ursprungs) und ich haben uns auch dazugesellt und hoffen einige Spenden auftreiben zu koennen. Alle Leute deren Emailadresse ich habe kriegen bald eine mail mit der beschreibung der Situation und was wir tun koennen. Wer denkt, dass dies eine gute Sache ist kann dann einen Teil seines Vermoegens an uns weitergeben und wir versuchen was gutes draus zu machen! Bis jetzt ist die ganze Sache noch im Aufbau aber ich denke ihr kriegt noch diese Woche Post von mir mit naeheren Infos.
15.10.07 11:18


The Orphanage

Ja, auch in einem Waisenhaus war ich schon, da arbeiten viele der volonteers und Interactler und spielen mit den Kindern, wickeln, fuettern und was sonst so anfaellt. Die meisten Kinder da sind Halbwaisen, sie haben zwar Verwandte, aber keinen der genug Geld oder Zeit hat sich um sie zu kuemmern. Das Haus an und fuer sich ist nicht schlecht, sie haben sogar einen Spielplatz und Fernseher, Spielzeug und jeder ein Bett und so... Allerdings hat man bei den Frauen die sich um die Kinder kuemmern genau wie bei meinen Lehrern nicht das Gefuehl, dass ihnen die Kinder am Herzen liegen. Sie kuemmern sich halt um die praktischen Dinge wie wickeln, Kochen und fuettern, aber sie spielen niemals mit den Kindern und schenken ihnen auch keine Zuneigung bei alltaeglichen Kontakten. Dafuer sind dann die freiwilligen zustaendig, wenn allerdings zuwenige da sind bleibt fuer spielen und aehnliches kaum zeit, oft am wochenende, weil sich da viele freinehmen. Dieses wochenende war ich nicht da wie ich zu meiner Schande gestehen muss, wird nicht wieder vorkommen...

16.10.07 17:48


Die Reisen

Soweit ich mich erinnere hab ich noch nichts von unseren Ausfluegen erzaehlt, was ich kurz nachhohlen werde...Also, erst waren wir in Bolgatanga. Dorthin sind wir fruehmorgens mit einem Bus gefahren, was eine eher stressige angelegenheit war. Es kam naemlich so ein Typ an der uns Plaetze und Tickets verschaffen wollte und sich nicht beirren liess als wir sagte das wir das alleine konnen... Er draengelte sich vor und versuchte alle anderen lautstark davon zu ueberzeugen uns vorzulassen, was misslang und die Ghanaer verstimmte und sie veranlasste umso entschiedener zu draengeln, was hier im uebrigen voellig normal ist. Ghanaer draengeln sogar wenn es Platzkarten gibt, einfach aus Prinzip. In Bolgatanga nahm uns schliesslich eine art Taxi mit zu den Tongo-Rocks. Das ist eine Ansammlung von Felsen die wie von Riesenhand aufgestapelt aussieht. Nachdem wir fuer das Taxi bezahlt hatten bezahlten wir dann fuer die Fuehrung die uns dort aufgenoetigt wurde, aber auch recht interessant war. Wir sind in viele Hoehlen zwischen den Steinen gekrabbelt und haben eine menge alter geschichten gehoert. Danach sind wir noch zu einem ehemaligen Sklavencamp gefahren. Dort haben wir auch wieder eine Fuehrung gekriegt, diesmal sogar mit Live-vorfuehrung einiger szenen aus dem Leben der Sklaven und Sklaventreiber wie z.b. eine Ansprache auf dem versammlungsplatz und wie die sklaven gekocht und musik gemacht haben und wie sie bestraft wurden. Alle diese Sachen wurden mithilfe von Felsen gemacht. Die Sklaven mussten mulden in einen grossen Felsblock kratzen um dort zu kochen, das wasser kam auch direkt aus dem Felsen, Es gab einen grossen Felsturm, der als ausguck benutzt wurde und einen Felsen auf dem man Musik machen kann, einen auf dem man festgebunden und der Sonne ausgesetzt wurde und so weiter...alles wirklich so als waere es dafuer gemacht. Dann fuhren wir zurueck und in der Nacht lang habe ich einen ganzen Film ueber das Leben im Camp gesehen, komplett mit Schmutz, Verzweiflung, Kriegen, Ausbruechen und vielem mehr...
16.10.07 18:09


Rastafari

Gestern hat mich ein Rastafarian mit Namen Manaf mit seinem Motorrad durch die Gegend gefahren und mir ne Menge gezeigt... Uber seinen Glauben hab ich nocht nicht so viel erfahren, ich weiss nur folgendes. Die Rastafarianism ist ein art christliche sekte die in der zeit des Sklavenhandels entstanden ist. Sie wollen alle menschen zum friedlichen miteinander bewegen und die sklaverei in jeder form ausrotten. Sie essen auch kein Fleisch, weil sie keine tiere toeten wollen. Die Haare (Rastas) sind ein Relikt aus der Sklavenzeit, haare werden halt so wenn man sie nicht waschen und kaemmen kann. Das Kiffen dient der Bewusstseinserweiterung und wird von vielen anderen (nicht-rastafarians) als grosses uebel angesehen. Die anderen Religionen sind den Rastamen gegenueber sehr negativ eingestellt, viele halten sie fuer Tagediebe und Verbrecher, kiffen wird auch mir gefaengnis bestraft...

29.10.07 10:04


Warrior Within

Auch gestern... hat Manaf(siehe Rastafarian) mich zu einem traditionellen Krieger gebracht. Das ist hier ein Titel der innerhalb der Familie weitergegeben wird. Die Warriors duerfen bei festlichkeiten ihre waffen abfeuern(grosse alte Schrotflinten), zb bei Hochzeiten, Todesfaellen, Einstzen eines neuen Chiefs, was sie auch sehr ausgiebig tun. Ich habe noch keine Feier und die wirklich lauten Schuesse dieser <traditional weapons> gesehn. Ausserdem ziehen sie natuerlich fuer ihren Chief in den Krieg. Sie sind hoch angesehene Persoenlichkeiten, sie duerfen eine Art Spazierstock und eine Lederpeitsche tragen, was sonst nur der Chief darf. Ausserdem muessen sie sich vor dem Chief nur leicht verbeugen, alle anderen muessen niederknien. Auf den Kampf bereiten sie sich koerperlich in keiner Hinsicht vor, es gibt keinen Kampfsport oder aehnliches. Allerdings hat jeder Krieger eine Reihe von Talismanen die ihn schuetzen indem sie ihn zb unverwundbar oder unsichtbar und aehnliches machen. Sie funktionieren aber nur wenn man vorher eine bestimmte medizin eingenommen hat die aus zerstossenen Knochen und aehnlichem besteht und wenn eine Frau den Talisman beruehrt ist der Zauber auch hin... Er hat mir auch vorgefuehrt wie man die Waffe laedt und abfeuert, ich durfte sogar selber einmal schiessen, war aber immer nur mit Schwarzpulver ohne munition. Zum Abschied wollte er mir dann einen ganzen Sack voll Maiskolben schenken, zum glueck hat Manaf dass verhindert und ich hab nur etwa 10 kolben gekriegt. Dazu muss man wissen dass dieses Jahr landwirtschftlich katastrophal war und er mit Sicherheit jeden Maiskolben gut gebrauchen kann. Erst wenn gegen April die Trockenzeit vorbei ist koennen sie wieder anfangen etwas anzubauen...

29.10.07 10:23







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