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Personen 3

7. Ishaku (ex-lehrer, aus gutem grunde)

Wurde an eine andere Schule versetzt, schon vor monaten. Ist aber trotzdem noch zu uns gekommen, jetzt aber ploetzlich verschwunden. Hat seine Buecher nicht uebergeben und sich nicht offiziell abgemeldet, aber Geld eingesammelt um nen Schafsbock zu Opfern, fuer das gelingen der Abschlusspruefungen(wird auch von den Ghanaern als bloedsinn angesehen). Ausserdem verfuert es die dran glaubenden dazu nicht mehr zu lernen, die goetter machen das schon... Ist sowieso nicht oft dagewesen und war nur in seinem element wenn er mit zwei stoecken in jeder Hand durch die Reihen der suendigen Schulkinder tanzen konnte, fuehlte sich wie ein Filmheld in nem japanischen martial-arts film oder wie der Prince of persia. Kommt manchmal noch zurueck und versucht dabei allen die ihm an den Kragen wollen auszuweichen. Hat bis jetzt geklappt.

8. Buke Shaffao (ist am Tamale Teachers Training College)

Ihre Familie kommt aus Chereponi und sieht ist in den Ferien an die Schule gekommen. Die einzige Frau die ich einigermassen gut kenne, hat mich direkt zu sich nach hause eingeladen und war sehr nett, jetzt ist sie wieder in Tamale. Gestern hab ich sie besucht und ihre Familie kennengelernt.

21.3.08 14:52


Jetzt im Kino: Person-alien 2

4. Zecharia (Lehrer an meiner Schule, genannt Zak)
Haelt ne menge auf gute kleidung, ist immer sehr stilvoll angezogen und nen kleiner Frauenheld. Ist nicht so der verantwortungsbewussteste und kommt eigentlich immer spat zur schule und wird dann von Steven der sich fuer den Held der Arbeit haelt zurechtgewiesen. Woraufhin Zak(sprich Sack) ausserst beleidigt ist und seinerseits steven beleidigt. Ist stolz wenn er frueh da ist und es allen gezeigt hat. Standartsatz: "I will surprise you" und das tut er auch manchmal. Ueberzeugt vom schlagen, was er aber nicht uebermaessig betreibt. Wohnt im Krankenhaus, weil sein Bruder da ein Krankenbruder ist.

5.Steven (Auch Lehrer, und zwar echt am Training College gewesen)
Gibt sich gern eine sehr professionelle Aura, macht auch wirklich vieles, kuemmert sich um unseren Generator(fuer den PC) und ist so gut wie immer schon vor Unterrichtsbeginn an der Schule und macht missbilligende kommentare wenn andere spaet kommen. Wohnt in den Teachers Quarters wo der Computer lagert und ich oefters hingehe und den Lehrern Computerunterricht gebe.

6.Headteacher (Schulleiter, name unbekannt)

Schulleiter sein ist ne ziemliche Machtposition, auch ausserhalb der Schule, dieser Mann wird respektiert. Seine Insignien sind eine Sonnenbrille und an besonderen Tagen ein Sackaehnlicher Anzug. Je hoeher die Position eines Beamten desto mehr sieht er irgendwie aus wie Mao oder Kim Jong II. Er ist ein echter Verteran, der fast alle jetzigen Lehrer von Chereponi irgendwann mal unterichtet hat. Vorher war er Lehrer an der Sangbana-Schule(die proffessionelste hier), dann ist er zum EP-Jhs headmaster ernannt worden und spricht von sangbana nur noch als "our rival school" die getoppt werden muss, koste es was es wolle. Bei saemtlichen wettkaempfen traegt jedoch sangbana den sieg davon was ihn schwer trifft. In jedem apell an die Schueler ist sangbana das schlagenste argument um hart zu arbeiten, man will ja schliesslich besser sein...

 

21.3.08 14:33


Die Personalakte

1. Madam Efi (Grundschullehrerin, Brotbaeckerin& Landlady)
Madam Efi ist die Frau in deren Haus ich wohne, ich habe ihren Sohn in Tamale kennengelernt und er hat mich zu ihr ins DOrf vermittelt. Ihr Tag besteht aus Brotverkaufen, Unterrichten, Brotbacken, Brotverkaufen und wenn grad mal nix zu tun ist -schlafen. Ihr Arbeitspensum ist gewaltig, ich glaube nicht das sie soviel geld braucht, sie versorgt auch noch andere Teile der -In Ghana immer riesigen- Familie. Hier ist ist echt jeder irgendwie verwandt... Soweit laesst es sich ganz sympatisch an, sie hat aber leider auch eine sehr unfeine Art andauernd zu keifen und zu meckern, selten redet freundliche worte. Ich hab schon aufgehoert zu versuchen mich mit ihr nett zu unterhalten, es geht einfach nicht... Momentan bin ich viel unterwegs, ist eigentlich recht entspannt.

2. Mahmud (Freeman, Rastafarian, Musiker und Tagedieb)
Hab ich kurzlich kennengelernt, spricht nen grausames Pigdin-Englisch, ich versteh fast jeden zweiten satz... Ist Moslem, obwohl die Rastas eigentlich ne art christliche Sekte sind so wie ich das verstanden hab.... Aber eindeutig ein netter friedlicher Kerl, hat mir erklaert wie ich Rastas machen kann(einfach aufhoern zu waschen und warten) und mich zum "Herbs" rauchen eingeladen.
Will mir auch noch nen bisschen Trommeln beibringen.

3. Moses (oder Musah, Lehrer an meiner Schule)
Mitte 20, Muslim. Fand ich von anfang an sympatisch und wird ein immer besserer Freund. Ist direkt nach der Schule mittels "Youth Employment" Religionslehrer geworden. Eigentlich ne gute Sache fuer die chronisch unterbesetzten Schulen, allerdings hat die Regierung momentan kein Geld mehr fuer dieses Programm, weil sie neue Jets fuer den Praesidenten kaufen muss(seit ca. 1/2 Jahr). Er hatte grad ne heftige huehnergrippe und musste teure medikamente kaufen, ich hab ihm geld geliehen, ich weiss nicht ob ers je zurueckzahlen kann aber was solls...
20.3.08 12:33


Flussdoerfer


Ich sitze gerad in Yendi(mittelgrosse stadt). Ich war noch nie vorher hier und ich werd auch nur eine Nacht bleiben, ich fahr naemlich gerade mit dem Fahrrad von Cheriponi(mein dorf) nach Tamale(grosse Stadt wo ich letztes Jahr gewohnt hab).
Yendi liegt genau in der mitte, etwa 100km von beiden entfernt. Die 100km von Cheriponi nach hier ham mich ganz schoen geschafft, es war bestimmt 40 grad und die Strasse ist nur Staub und sand...
Alle ghanaer denen ichs erzaehlt hab das ich mit dem rad nach tamale fahr habens versucht mir auszureden und hier bin ich nun, bin um 5 losgefahrn und um 12 uhr angekommen, geschafft!! JEAHHH!! denen hab ichs gezeigt!
Ich hab auch schon nen freundlichen mann gefunden, bei dem ich uebernachten kann, geld fuers guesthouse gespart!
ich glaub ich werd geizig hier...
Mein dorf ist grad echt nett, ich hab zwei freunde gefunden die mit mir mit dem Fahrrad die kleinen Doerfer am Oti (fluesschen in der Trockenzeit wie jetzt, ab juni ueberschwemmt er alles) erkunden. Die Frau hingegen die mir unterkunft gewaehrt ist ziemlich unfreundlich... entweder sie schimpft, sie meckert oder sie grummelt herum, das ist noch am besten auszuhalten.
Ihr mann lebt in ner anderen Stadt, ich glaub ich weiss wieso...

1.3.08 16:02


Leerkoerper

Das verhaeltnis zwischen Lehrer und Schueler ist hier natuerlich schon anders. DIe Schueler werden zu allerhand arbeiten fuer ihre Lehrer herangezogen von in der Pause essen kaufen laufen bis stundenlanges Wasserschleppen... Die Lehrer sehen es als ihr natuerliches Recht, da sie ja auch viel fuer die Schueler tun und nur eine kleine gegenleistung wollen... Die meisten zwingen die Schueler auch nicht wirklich, viele Schueler scheinens gern zu machen, aber manchmal  uebertreiben  manche Lehrer auch echt und vrdreschen schonmal ne ganze Klasse weil das wasser nicht puenktlich da ist, speziell einer kommt dann richtig in Fahrt und schlaegt um sich wie ein berserker... das finden die anderen lehrer allerdings auch nicht gut...sagen aber nix. Schwer nen endgueltiges Urteil zu faellen. 
17.2.08 17:02


Die Location

Cheriponi hat meinen Informationen nach etwa 15.000 Einwohner, es sieht allerdings nicht gross aus, ich haette weniger geschaetzt... Es liegt an einem kleinen see, Damm genannt, der vermutlich der grund fuer die ansiedlung ist. ZU diesem See fahren den ganzen Tag hunderte von Eseslskarren (deren ZAhl die der Motorisierten Vehikel bestimmt ums 10 fache uebertrifft) mit grossen Metalltonnen beladen in die Wasser gefuellt wird, viele von ihnen kommen viele kilometer bis zum see. Die Landschaft um Cheriponi herum ist leicht huegelig und es gibt dort ein paar baeume, vor allem ist es jedoch vertrocknet, sandig, braun und verbrannt, an vielen Stellen haben Jaeger Buschbraende entfacht um kleintiere zu fangen und inzwischen ist echt alles eher schwarz als braun... eher ne Wueste. Es gibt allerdings in fast jedem Dorf Brunnen, die Leute scheinen (noch) nicht an Wasserproblemen zu leiden (bis zur naechsten regenzeit dauert es allerdings nocht mehrere Monate). Es gibt auch einen Fluss, ca. 25 km von cheriponi entfernt, genannt Oti, etwa 10 m breit momentan, in der regenzeit viel groesser. Bis zur Grenze von Tog ist es nicht weit, allerdings weiss ich nicht wie das mit visum ist, ich werd aber bald mal versuchen das rauszukriegen...

Das Grossdorf selbst hat erstaunlich viele Schulen, viele von Kirchen oder Hilfsorganisationen gebaut. Meine Lieblingsschule ist die " Technical Senior HIGH SCHool" deren technischer Zweig grad leider nicht unterrichtet wird, aber es gibt ja auch noch kunst und landwirtschaftskunde... Aufgrund einer bestimmt gut gemeinten Reform der Regierung wurden dieser Schule vor 3 Jahren 200 Schueler aus der gesammten Region zugewiesen fuer die die Schule keinerlei unterbringung hatte und von denen 193 direkt wieder abreisten weshalb die Stufe 12 dort jetzt nur 7 Schueler hat...
Humor ist ja bekanntlich wenn man trotzdem lacht...

Es gibt alle 6 Tage einen grossen Markt, ein grosses Ereigniss, das zum aerger der Lehrer jedesmal da zu fuehrt das niemand zur Schule kommt und als Folge davon alle Schuler mit dem Stock geschlagen werden...und bei naechsten Markttag das gleiche Spielchen von vorn... 

 

17.2.08 16:54


Im Dorfe

Jetzt hab ichs endlich geschafft! Seit einem Monat lebe ich in cheriponi (sprich Tscherr-pe-ni). Es ist jetzt kein richtig kleines Dorf, es hat immer noch mehrere tausend Einwohner, ABER es hat keine Pipeline(kein fliessend wasser), keinen Strom, keinen Supermarkt, keine deutschen(und fast keine weissen), die Strassen sind nur Staubpisten, es gibt kein Internet und keine Bank wo ich geld abheben kann etc.... UND ich habe meine eigene Rundhuette. Die waende sind aus Lehm, das Dach aus Stoecken und Gras...herrlich! Das war der Plan...

Ich arbeite wieder als Lehrer, aber diesmal nicht an einer Grundschule sondern einer Junior High School (Klasse 7-9). Die Kinder dort koennen besser Englisch reden, nur schreiben und lesen ist bei vielen ein problem. Ich unterrichte ICT (INformation and Communication Technology) in Klasse 1a und 1b, es geht hauptsaechlich um Computer. Die Idee ist nicht schlecht, aber nahezu undurchfuehrbar. Die Schule hat zwar einen Computer(selbst gekauft von Geld das die Schueler bei der Baumwollernte verdient haben), aber keinen Generator (wir erinnern uns: Kein Strom). Also muss jedesmal einer geliehen werden wenn man den COmputer benutzen will... Die Lehrer haben wenig Ahnung von Computern, sie haben zwar eine art fortbildung gemacht, die aber auch eher theoretisch war und ihnen nicht viel gebracht hat. Aufgrund der schwierigkeit den Computer zur Schule zu bringen und nen generator zu organisieren (erst war der Lehrer der den computer in seinem ZImmer hatte verreist, dann der Generator kaputt, dann kein Geld fuer Benzin da, dann ders kaufen sollte zu vergesslich oder zu faul....and so on) hab ich bis jetzt nur "Theorie" gemacht. DAs wurde mir auch von den Lehrern waermstens ans Herz gelegt, der einzige Tag an dem der Computer zur Schule fand war der Elternsprechtag, wo er stolz praesentiert wurde! Schulen hier und in Deutschland sind letztlich eigentlich ziemlich gleich...

Ich blieb allerdings hartnaeckig und tatsaechlich war der Computer letzten mittwoch im "Klassenraum", der ein Dach unter einem Baum ist, weil die Schule kein richtiges Gebaude hat. Das einzige was der Computer jedoch tat, war einen grossen Knall von sich zu geben und zu rauchen, arrrrggghh! Tja, gut dass ich ohnehin nach Tamale wollte um mein Visum zu verlaengern und Geld abzuheben, ich hab ihn mitgenommen und er wird grad repariert.  

17.2.08 16:30


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